Bloodhound Welpen

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St. Hubertus-Hunde


Der Bluthund, auch als St. Hubertus-Hund bekannt, stammt ursprünglich aus Belgien. Er ist eine der ältesten Hunderassen der Welt und hat aufgrund seiner Größe und seines Aussehens imposante körperliche Merkmale. Der Charakter des Bluthundes überrascht jedoch jeden, der ihm begegnet, denn es handelt sich um eine sehr ausgeglichene Hunderasse, die eine starke Bindung zu ihren Haltern aufbaut, denen sie folgt und sie beschützt. Dies fängt schon im Welpen Alter an.

Steckbrief: Bloodhound

Ursprungsland: Belgien
FCI-Gruppe: 6. Lauf- und Schweißhunde
Größe (Widerristhöhe): Rüden: 70 - 80 cm, Hündinnen: 60 bis 65 cm
Gewicht: Rüden: 65 bis 100 kg, Hündinnen: 50 bis 70 kg
Alter: 10 bis 13 Jahre
Verwendung: Jagd-, Begleit-, Familien- und Wachhund
Für Wohnung geeignet: Bedingt
Fellpflege: einfach
Lässt sich einfach erziehen: Ja
Kommt gut mit anderen Hunden zurecht: Ja
Braucht viel körperliche Betätigung: Ja
Als Wachhund geeignet: Ja

Preis

Die verantwortungsvolle Zucht und Aufzucht von Welpen ist teuer und zeitintensiv. Daher solltest du bei der Anschaffung deines Bloodhound Welpen nicht am falschen Ende sparen, sondern einen guten Züchter suchen, für den das Wohl des Tieres im Mittelpunkt steht. Bloodhound Welpen können daher gut und gerne 1.000 Euro – 2.500 Euro kosten. Infos zu eingetragenen Züchtern findest du auf www.vdh.de.

Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:

  • Welpenfutter (am besten den Züchter fragen, welches Futter der Hund gewöhnt ist)
  • Snacks
  • Bett und Hundedecken
  • Leine und Halsband oder ein Geschirr
  • Futter- und Wassernapf
  • Spielzeug
  • eine Transportbox für den Tierarzt
  • Notfallapotheke
  • Bürste

Herkunft

Über die Herkunft dieser Hunderasse lässt sich kaum eine genaue Aussage treffen, aber es gibt Infos, dass ihre Vorfahren robuste, schwarze oder schwarz-lohfarbene Hunde waren, die den Mönch Hubert auf seinen Jagdausflügen begleiteten. Später wurde dieser Mönch heilig gesprochen und ging als “Saint Hubert”, Schutzpatron der Jagd und Gründer des Ordens der Mönche von Saint-Hubert, in die Geschichte ein. Dies erklärt nicht nur den Namen der Rasse, sondern auch den Grund, warum ihre Entstehung traditionell den Mönchen von Saint-Hubert zugeschrieben wird, die im Kloster von Andain im belgischen Teil der Ardennen lebten.

Möglicherweise blieben diese Hunde mehrere Jahre lang in dieser Region “isoliert”, bis König Wilhelm “der Eroberer” beschloss, im 11. Jahrhundert einige der Hunde in sein Jagdrudel aufzunehmen. Der König war sofort begeistert von der feinen Nase des Bloodhounds.

Der Bluthund, wie wir ihn heute kennen, ist höchstwahrscheinlich das Ergebnis selektiver Kreuzungen zwischen den direkten Nachkommen der aus Belgien importierten St.-Hubertus-Hunde und einigen Exemplaren der Bullmastiff-Rasse.

Aufgrund seines außergewöhnlichen Geruchssinns wurde der Bloodhound in der Vergangenheit als Spür- oder Fährtenhund ausgebildet. Schon kurz nach ihrer Entstehung wurde die Rasse zur Suche und Rettung verirrter Pilger in den Bergen und Wäldern der Ardennen eingesetzt. Der Bluthund kommt seit vielen Jahren auch für die Jagd auf Großwild, insbesondere Wildschweine, in den Einsatz.

Wesen

Hinter dem “bulligen Riesen” verbirgt der Bloodhound ein freundliches, gutmütiges und eher ruhiges Wesen. Bereits beim Züchter gehen schon Welpen oft eine ganz besondere Bindung zu ihren Betreuern ein, denen sie extrem treu ergeben sind. Wenn sie richtig sozialisiert sind, können sie auch sehr umgänglich mit fremden Menschen und Tieren sein und sind besonders sanftmütig und geduldig mit Kindern. Diese Hunde mögen keine Einsamkeit, und wenn sie lange Zeit allein gelassen werden, können sie Verhaltensstörungen wie Zerstörungswut oder Trennungsangst entwickeln. Unabhängig ist diese Hunderasse also nicht.

Erziehung

Natürlich wird das Verhalten eines jeden Hundes nicht nur durch seine Rasse oder Abstammung bestimmt, sondern hängt in hohem Maße von der Erziehung, der Umgebung und der Pflege durch seine Besitzer ab. Wenn du einen gehorsamen und ausgeglichenen Hund möchtest, musst du optimale Bedingungen für seine körperliche und geistige Entwicklung schaffen und in die frühe Erziehung und Sozialisierung des Welpen investieren.

Die Erziehung des Bluthundes sollte bereits beim Züchter im Welpenalter beginnen, obwohl es immer möglich ist, auch einen erwachsenen Hund zu erziehen und auszubilden. Die Welpenerziehung beginnt mit der Sozialisierung, die im Alter von drei Wochen bis drei Monaten einsetzt. Während dieser Zeit müssen wir sicherstellen, dass der Welpe mit allen Arten von Menschen, Tieren, Gegenständen und Umgebungen sozialisiert wird und dass alle Interaktionen positiv sind. Dies hat einen direkten Einfluss auf den Charakter, den er als Erwachsener haben wird. Wenn wir also einen ausgeglichenen Hund haben wollen, ist es wichtig, der Sozialisierung des Bluthundes große Aufmerksamkeit zu schenken.

Aussehen

Bloodhound Welpe am Meer
Der kleine Bloodhound Welpe hat sich einen Strandurlaub gegönnt.

Der Bluthund ist ein großer Hund, der sich durch seinen massiven Körper auszeichnet, der etwas länger als hoch ist (rechteckiges Profil), mit einer breiten, langen, ovalen Brust, starken Beinen und einer gut entwickelten Muskulatur. Nach dem offiziellen FCI-Standard gilt er als der leistungsstärkste aller Hunde vom Typ Jagdhund.

Eines der auffälligsten Merkmale des Bluthundes ist die feine, hängende Haut in der Hals- und Kopfregion, die reichlich Falten und Runzeln bildet. Der Kopf, der ein quadratisches Profil mit leicht ausgeprägtem Stopp aufweist, kann dem des Basset Hound etwas ähneln, ist aber deutlich größer und imposanter, obwohl er nicht übermäßig breit sein sollte. Die Schnauze ist breit und sollte so lang wie der Schädel des Hundes sein, wobei die Breite über die gesamte Länge gleichmäßig ist.

Die schlanken, biegsamen Ohren des Bloodhounds sind ebenfalls sehr auffällig, sowohl wegen ihrer Größe als auch wegen der samtigen Textur, die sie bei Berührung zeigen. Sie sind sehr tief angesetzt, beginnen in Augenhöhe oder noch tiefer und reichen fast bis zum Halsansatz.

Die Augen des Bluthundes können unter Umständen ein etwas “trauriges” Aussehen haben, da die unteren Augenlider geweitet sind und ein Teil der Bindehaut sichtbar bleibt. Eingesunkene Augen und übermäßig geweitete Augenlider sind jedoch kein Rassestandard, da sie der Gesundheit des Tieres abträglich sein können.

Pflege

Auslauf

Als großer und robuster Hund braucht der Bluthund Raum, um sich frei entfalten und ausdrücken zu können. Obwohl er sich aufgrund seines sanftmütigen Wesens und seiner Treue zu seiner Bezugsperson an verschiedene Umgebungen anpassen kann, ist ein ausreichend großer, offener Wohnraum wie z. B. ein großer Hof oder Garten ideal, in dem dein Hund rennen, springen, spielen und die Reize seiner Umgebung erkunden kann. Das bedeutet nicht, dass der Hund draußen leben sollte, ganz im Gegenteil, aber er sollte einen Platz haben, der seiner Größe angemessen ist.

Der Bloodhound ist zwar nicht gerade ein hyperaktiver Hund, aber er hat viel Energie und die Veranlagung zu gefallen. Körperliche Aktivität ist wichtig, um ein gesundes Gewicht zu halten (was angesichts der Neigung zu Übergewicht unerlässlich ist). Du solltest mindestens 2-3 Mal am Tag mit deinem Hund spazieren gehen, 30-45 Minuten lang. Genauso wichtig wie die körperliche Ertüchtigung ist es, den Geist deines Bluthundes zu stimulieren. In Anbetracht seines ausgeprägten Geruchssinns kann das Suchen für Hunde eine hervorragende Beschäftigung sein, um die kognitive Entwicklung deines Hundes zu fördern.

Pflege

Die Pflege des Fells ist recht einfach und erfordert wenig Zeitaufwand: einmal wöchentliches Bürsten ist mehr als ausreichend, um abgestorbene Haare zu entfernen und die Ansammlung von Schmutz auf dem Fell zu verhindern. Gebadet werden kann nur, wenn der Hund wirklich schmutzig ist, aber versuche, ihn nicht öfter als einmal pro Woche oder einmal alle zwei Wochen zu baden. Idealerweise sollte ein Bad alle zwei bis drei Monate durchgeführt werden. Durch übermäßiges Baden wird die Fettschicht entfernt, die den Körper des Hundes auf natürliche Weise bedeckt und schützt, so dass er anfälliger für zahlreiche Krankheiten und Hautprobleme wird.

Es ist jedoch wichtig, die Ohren und die gefaltete oder faltige Haut regelmäßig zu kontrollieren, um eine Konzentration von Feuchtigkeit, Unreinheiten und Mikroorganismen zu vermeiden, die zu Infektionen führen können. Diese Bereiche können z. B. mit Gaze gereinigt werden, wobei darauf zu achten ist, dass sie stets sehr trocken sind.

Ernährung

Nicht zuletzt brauchen Bloodhounds, wie alle Tiere, eine vollständige und ausgewogene Ernährung, um sich körperlich, emotional, kognitiv und sozial voll zu entwickeln. Hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil gibt deinem Bluthund alles, was er braucht. Falls du in Betracht ziehst, deinen Bloodhound zu barfen, holst du dir am besten weitere Infos von deinem Züchter und deinem Tierarzt.

Krankheiten

Wie alle Hunderassen können auch Bloodhounds eine genetische Veranlagung zur Entwicklung einiger erblicher und degenerativer Krankheiten haben. Die häufigsten Erkrankungen bei diesen Hunden sind Hüftdysplasie und Magendrehung. Auch weitere Krankheiten können beim Bluthund vorkommen:

  •  Dysplasie des Ellenbogens
  •  Trockenes Auge (Keratoconjunctivitis sicca bei Hunden)
  •  Vorfall des dritten Augenlids
  •  Entropium
  •  Ektropium
  •  Pyoderma

Regelmäßige Besuche beim Tierarzt beugen jedoch Krankheiten vor und erhalten die Gesundheit deines Bloodhounds.

Fazit

Bei artgerechter Haltung sind Bloodhounds sehr angenehme, verträgliche und sehr loyale Familien– und Begleithunde.


Die häufigsten Fragen zu Bloodhound Welpen:

Wie ist der Preis für einen Bloodhound Welpen?

Wenn Sie sich überlegen, einen Bloodhound Welpen zu kaufen, sollten Sie mindestens mit 1.500 Euro rechnen.

Wie ist das Wesen eines Bloodhounds?

Der Bloodhound hat ein sanftmütiges Wesen und verhält sich seinen Besitzern gegenüber stets loyal.

Wie groß ist ein Bloodhound?

Rüden werden ca. 70 - 80 cm, Hündinnen werden ca 60 bis 65 cm groß.

Ist ein Bloodhound Welpe gut zu erziehen?

Bei ausreichender Sozialisierung und Konsequenz wird sich dein Bloodhound Welpen in einen wunderbaren Begleithund verwandeln.

Wie ist das Gewicht eines Bloodhound?

Rüden werden etwa 65 bis 100 kg, Hündinnen bis zu 70 kg schwer.

Braucht ein Bloodhound viel Auslauf?

Bloodhound Welpen benötigen zu Beginn nur mäßig Auslauf, im Erwachsenenalter musst du mit 3 - 4 Mal pro Tag für 30 - 45 Minuten Gassigehen rechnen.