Alaskan Malamute Welpen

Junge Frau mit Alaskan Malamute im Wald

Lokomotiven des Nordens


Diese imposante Rasse gehört zu den ältesten Schlittenhunden. Sie ziehen nicht nur schwere Lasten über weite Strecken, sondern tragen sie auch auf dem Rücken. Der Alaskan Malamute ist kräftiger als der Sibirische Husky. Die spitzartigen Vierbeiner sind treu und arbeitsfreudig. Sie geben einen ausgezeichneten Wachhund ab und eignen sich gut als Familienhund. Selbst Hollywood hat der Schlittenhund im Sturm erobert. Robin Williams und der amerikanische Präsident Herbert Hoover hielten einen Alaskan Malamute. In vielen Filmen spielt der eindrucksvolle Vierbeiner eine Rolle. Im folgenden Artikel findest du Infos über die ursprüngliche Hunderasse.

Steckbrief: Alaskan Malamute

Ursprungsland: USA
FCI-Gruppe: 5 - Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 1 - Nordische Schlittenhunde
Größe (Widerristhöhe): Rüden: 64 - 71 cm; Hündinnen: 58 - 66 cm
Gewicht: 32 - 42 kg
Alter: 10 -12 Jahre
Verwendung: Schlittenhund, aktiver und unternehmungslustiger Freizeithund mit ausgeprägtem Jagdtrieb
Für Wohnung geeignet: Nein
Fellpflege: erfordert hohen Aufwand
Lässt sich einfach erziehen: Nein
Kommt gut mit anderen Hunden zurecht:
bei guter Sozialisation akzeptiert er andere Hunde
Braucht viel körperliche Betätigung: Ja
Als Wachhund geeignet: Ja

Preis

Du bist auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied und es soll ein Alaskan Malamute sein. Welpen werden im Internet und in Kleinanzeigen zuhauf angeboten. Darunter befinden sich leider auch schwarze Schafe, die die Welpen nur des Geldes wegen züchten. Wenn du einen Welpen kaufen willst, wende dich lieber an einen seriösen Züchter, der in einem Zuchtverein eingetragen ist. Auskunft und nützliche Infos erteilt der VDH, der Deutsche Club für Nordische Hunde und der Alaskan Malamute Club.

Die Zucht wird regelmäßig kontrolliert, um sicherzustellen, dass nur gesunde Tiere verpaart werden. Die Welpen werden untersucht, gechippt und geimpft abgegeben. Der Züchter steht dir mit Rat und Tat sowie jeder Menge Infos zur Seite. Ein reinrassiger Welpe kostet zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Dafür bekommst du einen Welpen, der in einem liebevollen Rudel sozialisiert wurde.

Unseriösen Züchtern kommt es darauf an, die Welpen schnellstmöglich zu verkaufen und Gewinn zu erzielen. Der Verkauf erfolgt in vielen Fällen noch vor der achten Lebenswoche. Welpen, die aus fragwürdiger Zucht stammen, sind meist schlecht sozialisiert, haben Mangelerscheinungen und einige sind sogar schwer krank. Unter Umständen kommen hohe Kosten auf dich zu. Das Geld, welches du beim Kauf gespart hast, musst du um ein Vielfaches höher in die Gesundheit deines neuen Welpen stecken.

Für die Anschaffung deines Welpen darfst du neben dem Kaufpreis die Ausstattung nicht vergessen. Welpen benötigen spezielles Futter. Erkundige dich bei deinem Züchter, welches Futter er schon kennt. Hinzu kommt der Kauf von Leine und Halsband oder Geschirr, Futter- und Wassernapf, Spielzeug, ein Hundebett und Utensilien für die Fellpflege. Werden die Welpen größer müssen einige Ausrüstungsgegenstände wie Halsband oder Hundebett der Größe angepasst werden.

Rechne außerdem mit Kosten für eine Welpen-Erstausstattung. Zu dieser Grundausstattung gehören:

  • Welpenfutter (am besten den Züchter fragen, welches Futter der Hund gewöhnt ist)
  • Snacks
  • Bett und Hundedecken
  • Leine und Halsband oder ein Geschirr
  • Futter- und Wassernapf
  • Spielzeug
  • eine Transportbox für den Tierarzt
  • Notfallapotheke
  • Bürste

Herkunft

Der Alaskan Malamute zählt zu den ältesten nordischen Hunderassen. Seit über 2.000 Jahren helfen die treuen Tiere beim Transport von Gütern mittels Hundeschlitten. Auch zur Jagd auf Eisbären und Wölfe wurden sie eingesetzt. Früher hüteten sie die örtlichen Karibu-Herden. Den Namen hat der Alaskan Malamute von den Mahlemuten, einem Inuit-Stamm. Schon Erzählungen der frühesten nordamerikanischen Siedler erwähnen die Schlittenhunde.

Vor der Einführung des Schneemobils brauchte man für Reisen in den hohen Norden noch außergewöhnlich widerstandsfähige Hunde. Von anderen Eskimo-Stämmen wurden die Mahlemuten um ihre besonderen Schlittenhunde beneidet. Nachdem in Alaska professionell Bodenschätze abgebaut wurden, ging der Alaskan Malamute durch die Einkreuzung anderer Hunderassen beinahe verloren. Erst 1926 wurden in den USA erste Schritte zur Bewahrung der Reinrassigkeit unternommen. Der Alaskan Malamute ist Alaskas offizieller „State Dog“. Das kanadische Territorium Yukon hat ihn in seinem Wappen verewigt.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Arbeits- zum Begleithund. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Schlittenhunde im professionellen Hundesport sehr beliebt. 1935 wurde der Alaskan Malamute offiziell vom American Kennel Club anerkannt. Der FCI hat ihn 1963 als eigenständige Rasse anerkannt. Der erste Alaskan Malamute erreichte Deutschland im Jahr 1970.

Wesen

Schon die Welpen des Alaskan Malamute sind anhänglich und arbeitsfreudig. Das ändert sich auch im Erwachsenenalter nicht. Dein treuer Begleiter möchte regelmäßig gefordert und gefördert werden. Die Welpen stecken voller Tatendrang und wollen beschäftigt werden. Spannt man den Alaskan Malamute vor einen Schlitten, ist er in seinem Element. Er ist dabei ausdauernd und robust. Der Alaskan Malamute bellt selten, neigt aber zu gelegentlichem Heulen.

Der große Schlittenhund hat ein freundliches und treues Wesen. Er braucht täglich viel Beschäftigung. Der Vierbeiner lernt schnell und arbeitet eigenständig. Allerdings kann der Alaskan Malamute mitunter recht stur sein. Das macht seine Erziehung unter Umständen etwas schwierig.

Erziehung

Der Alaskan Malamute ist eine ursprüngliche Rasse und wurde als Arbeitshund gezüchtet. Das musst du berücksichtigen, bevor du dich für diese Rasse entscheidest. Sein Wesen kann für Probleme in der Erziehung sorgen. Deshalb ist er kein Anfängerhund. Für die Erziehung deines Welpen brauchst du viel Geduld, Liebe und Fingerspitzengefühl. Sei konsequent und liebevoll im Umgang mit deinem Welpen.

Damit aus dem unerfahrenen Welpen ein ausgeglichener Alaskan Malamute werden kann, ist ausreichende Bewegung wichtig. Welpen neigen zum vermehrten Kauen und bei Langeweile zerstören sie dein Mobiliar. Um dem entgegenzuwirken sind mehrstündige Unternehmungen Pflicht.

Aussehen

Alaskan Malamute Welpe
Alaskan Malamute Welpe macht brav Sitz.

Der Alaskan Malamute ist kräftig gebaut und damit ideal zum Transportieren schwerer Lasten geeignet. Er wird aufgrund der Ähnlichkeit nicht selten mit dem Husky verwechselt. Die mandelförmigen Augen sind von brauner Farbe. Den Kopf eines Alaskan Malamute macht ein breiter Schädel mit großem Fang und kräftigen Kiefern aus. Die Ohren sind stets aufgerichtet. Im dichten Schnee agieren die großen Pfoten als Schneeschuhe. Die buschige Rute ist hoch angesetzt und manchmal eingekringelt.

Pflege

Auslauf

Mit einem einfachen Spaziergang ist der Alaskan Malamute unterfordert. Er muss täglich körperlich und geistig ausgelastet werden. Hundesport bietet sich hier an. Die optimale Beschäftigung liegt in der Aufgabe, für die er jahrhundertelang trainiert wurde: Lasten ziehen. Im Winter kann dies ein Hundeschlitten sein. Für den Sommer gibt es spezielle Trainingswagen auf Rädern. Für Agility eignet sich der Alaskan Malamute bedingt. Der nordische Hund besitzt einen ausgeprägten Jagdtrieb. Deshalb solltest du deinen Welpen nicht einfach ohne Leine laufen lassen. Bei guter Erziehung und im richtigen Gelände darf der adulte Hund ohne Leine laufen.

Pflege

Das dichte Fell des Alaskan Malamute wird täglich, aber mindestens zweimal in der Woche gebürstet. Sonst verfilzt die Unterwolle. Rassebedingt verlieren Alaskan Malamute sehr viele Haare. Wenn das Fell nach dem Spaziergang nass und verschmutzt ist, warte am besten, bis es trocken ist. Dann kannst du deinen Alaskan Malamute ganz einfach ausbürsten. Baden ist nicht notwendig. Zur regelmäßigen Pflege müssen auch die Ohren gereinigt werden. Die Krallen des Alaskan Malamute werden mit einer Krallenschere gekürzt. Auch die Zahnpflege solltest du nicht vernachlässigen.

Ernährung

Der Alaskan Malamute verlangt eine artgerechte Ernährung. Egal ob BARF, Trocken- oder Nassfutter: Es muss hochwertig, mit viel Fleisch sein. Zucker und Getreide sind im Futter überflüssig. Welpen werden drei- bis viermal am Tag gefüttert. Dem adulten Alaskan Malamute reichen zwei Mahlzeiten täglich. Am besten fütterst du deinen Vierbeiner nach dem Auslauf.

Krankheiten

Wie alle großen Hunderassen sind die Alaskan Malamute anfällig für HD (Hüftgelenkdysplasie). Ein seriöser Züchter untersucht seine Tiere darauf und lässt nur HD-freie Alaskan Malamutes zur Zucht zu. Im Alter verursacht dies Schmerzen bei der Bewegung. Besonders oft tritt Grauer Star beim Alaskan Malamute auf. Schon Welpen können daran erkranken und blind werden. Auch für Chondrodysplasie, eine genetisch bedingte Störung der Entwicklung von Knorpel und Knochen, ist der Alaskan Malamute empfindlich. Einige Tiere neigen zu einer Schilddrüsenunterfunktion oder Blutgerinnungsstörung. Abgesehen von den rassebedingten Vorbelastungen ist der Alaskan Malamute ein robuster und ursprünglicher Hund.

Fazit

Der Alaskan Malamute wird liebevoll als „Lokomotive des Nordens“ bezeichnet. Er war jahrhundertelang eine große Hilfe für die Menschen in Alaska. Noch heute ist er ein treuer und liebevoller Begleiter. Er ist kinderfreundlich und anderen Hunden gegenüber aufgeschlossen. Ein Alaskan Malamute gehört zu einer rauen, wilden Rasse. Er benötigt ausreichend Bewegung und ist am liebsten im Freien unterwegs. Für eine kleine Stadtwohnung ist der ausdauernde Schlittenhund nicht geeignet. Der heutige Alaskan Malamute ist etwas zierlicher als seine Vorfahren. Sein Wesen ist jedoch unverändert. Bietest du deinem Alaskan Malamute ein abwechslungsreiches und aktives Leben, bekommst du einen ausgeglichenen Gefährten.


Die häufigsten Fragen zu Alaskan Malamute Welpen:

Wie ist der Preis für einen Alaskan Malamute Welpen?

Welpen aus seriöser Zucht kosten zwischen 1.000 und 1.200 Euro.

Wie ist das Wesen eines Alaskan Malamutes?

Alaskan Malamute gelten als freundliche, treue und arbeitsfreudige Tiere.

Wie groß ist ein Alaskan Malamute?

Rüden erreichen eine Widerristhöhe zwischen 64 und 71 Zentimeter; Hündinnen sind mit 58 bis 66 Zentimeter etwas kleiner.

Ist ein Alaskan Malamute Welpe gut zu erziehen?

Aufgrund ihres sturen Charakters ist die Erziehung manchmal schwierig. Der Alaskan Malamute erfordert eine konsequente, aber liebevolle Erziehung.

Wie ist das Gewicht eines Alaskan Malamute?

Das Gewicht reicht bei dem Alaskan Malamute von leichten 32 bis hin zu 42 Kilogramm.

Braucht ein Alaskan Malamute viel Auslauf?

Als agiler Schlittenhund braucht der Alaskan Malamute viel Auslauf und Beschäftigung, die ihn körperlich und geistig fordert.